Proyecto relámpago de Cororao

Zwischen Weihnachten und Neujahr waren Feli und ich zusammen mit einigen anderen Sängern aus Mannheim zu einem Chorprojekt in Murcia in Spanien eingeladen. Der Chor von dort, Cororao, wird von Jorge geleitet, der gerade in Mannheim als Gaststudent eingeschrieben ist und uns im Landesjugendchor und in Mannheim kennengelernt hat. Dank des großzügigen Sponsorings einer spanischen Bank konnten wir fast kostenlos diese tolle Reise machen.

Obwohl wir nur drei Nächte dort waren, haben wir viel erlebt (und vor allem viel gegessen) und zwei schöne Konzerte im Rahmen von Gottesdiensten in der Kathedrale von Murcia und der Santo-Domingo-Kirche gehabt. Und natürlich war es dort mit 12°C auch nicht so unangenehm kalt wie hier in Deutschland…

In der Copyshop-Servicewüste

Ich wohne ja momentan wieder in meinem Geburtsort Mosbach, ein beschauliches Städtchen, das vor allem als Behördensitz und in letzter Zeit auch durch die Berufsakademie mit immerhin 2000 Studenten bekannt ist.

Nur auf die örtliche Copyshop-Szene scheint sich das noch nicht ausgewirkt zu haben. Denn wieviele Copyshops gibt es in Mosbach? Richtig: Gar keinen. Natürlich kann man im Fotoladen oder im Schreibwarengeschäft auch die ein oder andere Kopie machen, doch bei Duplex- und Farbdruck oder gar Laminieren kommt man dort auch nicht weiter. Also: Mit meinem 1200-Seiten-Kopierwunsch ab zum einzigen örtlichen Laden, der das anbietet, nämlich der »Büro-Partner«.

Vorher hatte ich mir per Telefon die Preise nennen lassen, die mit 5¢/Kopie (wohlgemerkt bei über 1000 Kopien) nicht gerade günstig sind, aber zeitsparender, als nach Heidelberg zu fahren. Dort bekommt man die Kopie nämlich für 3,5¢, was sogar die 13€ für das Ticket24 gerechtfertig hätte. Aber gut, wir wollen ja das örtliche Gewerbe unterstützen.

Dort angekommen, führte mich die Dame zuerst zu einem Kopiergerät im hinteren Teil des Ladens. Nachdem ich aber meine gewünschte Kopienanzahl genannt habe, sollte ich doch den vorderen Kopierer benutzen. Nachdem schon die Hälfte durchkopiert war, wollte ich wissen, ob man denn auch direkt von der PDF drucken kann. Im Gespräch mit der Dame ergab sich dann folgendes:

  • Der Preis von 5¢ gilt nur für das hintere Kopiergerät, am vorderen kostet es 8¢/Kopie (wohlgemerkt erst ab 1000 Kopien!)
  • Am hinteren muß man sich dafür aber eine Kopierkarte für 1000 Kopien kaufen, d.h. wenn man mehr als 1000 Kopien will, zahlt man ab der 1001. Kopie wieder den normalen Preis, bzw. den Preis für die 200er-Kopierkarte. (Soviel also zum Mengenrabatt.)
  • Von PDF drucken kann man schon, aber nicht selbst, sondern man muß noch eine Gebühr von 5€ pro angefangenen 10 Minuten (!) bezahlen, da der Mitarbeiter ja den angeschlossenen Laptop bedienen muß,
  • das ginge aber gerade nicht, da der Laptop einen »Virus« hätte.

Ich habe die Dame dann übrigens davon überzeugen können, daß es etwas verwirrend ist, mir am Telefon einen Preis zu nennen und im Laden dann einen anderen, und auch nicht auf den Umstand mit den verschiedenen Preisen an verschiedenen Geräten hinzuweisen, sondern mich extra an den teureren zu schicken, weil der andere angeblich zu wenig Toner hätte. Am Ende habe ich dann 6¢/Kopie bezahlt, was einer 1000er und einer 200er-Kopierkarte entspricht. Dann sagte die Dame noch, daß es sich eigentlich um zwei Ladengeschäfte handele, die im gleichen Verkaufsraum untergebracht sind, was aber m.E. für den Kunden absolut nicht ersichtlich ist.

Also mein Fazit: Wenn ich das nächste mal etwas kopieren will, plane ich lieber gleich eine Fahrt nach Heidelberg oder Karlsruhe ein, wo es Copyshops mit vernünftigen Preisen und richtigem Mengenrabatt gibt, an denen man selbst den Computer benutzen und die richtigen Druckeinstellungen vornehmen darf (dazu ist nämlich der normale Copyshopmitarbeiter meist nicht in der Lage). Arme BA-Studenten, die in Mosbach ihre Bachelorarbeiten drucken lassen müssen! Das dauert übrigens mindestens einen Arbeitstag, und auch nur, wenn »nicht so viel los« ist!

Fototour am Hardberg

Nachdem ich an einem schönen Herbsttag schon einen Spaziergang am Hamberg gemacht hatte, war heute der andere Mosbacher Hausberg, der Hardberg dran. Hier also meine Aufnahmen im schönsten Winterlicht.

P.S.: Ein aufmerksamer ehemaliger Hardbergbewohner machte mich darauf aufmerksam, daß die Kirche im letzten Bild, St. Josef, natürlich nicht am Hardberg steht, sondern am Hamberg. Sie war aber auf dem Rückweg zu mir nach Hause zu sehen. 🙂