Streaming

Ich bin in meiner Mediennutzung altmodisch: Musik höre ich so gut wie gar nicht auf Streamingplattformen, sondern habe eine seit Studentenzeiten gepflegte MP3/FLAC-Sammlung auf meinem NAS. Seltener kaufe ich Musik zum Herunterladen, z.B. bei Qobuz, aber meist immer noch lieber physisch auf CD. Das hat nicht den Grund, daß ich da nostalgisch wäre oder das haptische Erlebnis bräuchte – die CD wird nach dem Kauf gerippt und landet dann im Schrank, von wo ich sie nur herausnehme, wenn ich im Booklet etwas nachschauen will. Mein NAS liefert die Musik per DLNA an den TV und somit an die Stereoanlage, ans Küchen- und Badezimmerradio, und an mein Smartphone (auch unterwegs), und zuletzt per SD-Karte auch auf unseren hörbert. Natürlich ist das das (ein bißchen) umständlicher als Streaming mit Spotify, Qobuz &co., hat jedoch für mich praktische Vorteile:

  1. Ich kann meine gekaufte Musik überall spielen, auch offline, auch ohne jedes Mal ein Mobiltelefon koppeln zu müssen.
  2. Ich verliere meine Sammlung nicht, wenn ein Streamingdienst pleite geht oder sein Geschäftsmodell ändert.
  3. Die meisten Alben sind auf CD billiger im Vergleich zum Download. Vor allem bei älteren Alben, die es für ein paar Euro gebraucht bei Medimops & co. gibt, ist der Unterschied riesig!
  4. Das Booklet gibt es nur bei wenigen Alben zum Download dazu, auf Streamingdiensten eigentlich überhaupt nicht.
  5. Ich kann von Freunden oder aus der Bücherei geliehene CDs (z.B. Hörspiele für Kinder) auf mein NAS kopieren und dauerhaft anhören. (Ja, das ist legal, da es sich um sogenannte Privatkopien handelt.) Im Gegenzug kann ich an meine Freunde CDs verleihen.
  6. Ich habe meine Musik in »CD-Qualität«. Das heißt vor allem, daß die Lautstärke so ist, wie sie der Toningenieur haben wollte. Bei Downloaddiensten habe ich da schon unschöne Überraschungen erlebt, bis hin zu übersteuerten Dateien (hier ein Beispiel, man hört es sogar im kostenlosen Ausschnitt des Eingangschors). Ich nutze für das Archivieren zwar das verlustfreie FLAC-Format, weiß aber, daß ich in einem Blindtest wahrscheinlich den Unterschied zu einem ordentlich umgewandelten verlustbehafteten Format nicht raushören würde. (Dasselbe gilt übrigens auch in die andere Richtung für 24 Bit/192 kHz.)

Bei Filmen und Serien ist die Situation anders: Man bekommt diese nicht legal von BluRay/DVD auf die Festplatte. Ich schaue jedoch Filme und Serien nie auf dem Smartphone oder Tablet, sondern nur auf dem Wohnzimmer-TV. Weiterhin kommt es bei Filmen und Serien viel häufiger als bei Musik vor, daß ich etwas nur einmal anschaue und nie wieder. Daher haben wir ein Netflix-Abo und leihen gelegentlich einen Film bei Amazon. Gekaufte Filme oder Serien bei Streaminganbietern finde ich jedoch zu teuer dafür, daß man keine Garantie hat, daß man die Filme auch noch in zehn Jahren anschauen können wird. Daher bin ich bei meinen Lieblingsfilmen und -serien und bei allen Kinderfilmen auch dazu übergegangen, mir wieder BluRays oder sogar DVDs zu kaufen. Sogar neue Serien kaufe ich mir manchmal auf BluRay, wenn es sie bei Netflix und Amazon nicht gibt, auch wenn man dann länger warten muß (Beispiel: Star Trek – Strange New Worlds). Klassiker findet man auch günstig gebraucht – für ein Jahr Mitgliedschaft bei Disney+ kann ich mir 20 Disney-Filme auf BluRay kaufen. Beim kleinen Maulwurf war die DVD-Box (10 € neu als Import aus Tschechien) sogar die einzige Möglichkeit, die Folgen im originalen Format 4:3 zu bekommen, da dieser auf allen Streamingdiensten und sogar in der ARD-Mediathek nur beschnitten auf 16:9 läuft, wobei oben und unten ein Viertel des Bilds fehlt.

Ergonomische Tastatur

Generell würde ich gerne mit einer geteilten Tastatur arbeiten. Leider ist es schwierig, eine zu finden, die meinen Anforderungen entspricht:

  1. Kabelgebunden.
  2. Volles 104-Tasten-Layout mit Ziffernblock.
  3. Keine »kreativen« Layout-Veränderungen bei den Navigationstasten (also Cursortasten und Bild↑/Bild↓ usw.).
  4. F-Tasten in voller Höhe.
  5. Multimedia-Tasten für Laut/Leise/Play/Stop usw.

Ich hatte vor 20 Jahren eine gute Tastatur von Chicony, die die Anforderungen 1–4 erfüllte, aber leider nur einen DIN-Anschluß hatte. Daher habe ich die leider irgendwann entsorgt. Ich hatte kurzzeitig ein Microsoft Natural Multimedia Keyboard, aber da gefiel mir das Anschlagsgefühl überhaupt nicht, und auch sonst war die Qualität nicht gut. Die meisten Hersteller hatten bei ihren ergonomischen Tastaturen das Layout der Pfeil- und Navigationstasten verändert und die F-Tasten wie auf einem Laptop verkleinert. Die teureren Spezialtastaturen von Matias, Kinesis usw. haben zum Teil ein gänzlich anderes Layout und keine 104 Tasten. Da ich mich nicht dazu aufraffen konnte, mir eine eigene Tastatur zu bauen, tippe ich nun seit gut 15 Jahren auf einem Lenovo Enhanced Performance Gen. 1 für 30 €, das nicht besonders ergonomisch ist, aber sonst alle Anforderungen erfüllt.

Jetzt habe ich mir allerdings ein Periboard-535 gekauft. Perixx hatte ich bisher eher als Hersteller von günstigeren Tastaturen wahrgenommen, und die bisherigen Modelle wie das 612 erfüllten vor allem Punkt 3 meiner Liste nicht. Das 535 erfüllt jedoch alle meine Anforderungen und kann sogar mit drei Schaltertypen (»rot«/»blau«/»braun«) konfiguriert werden. Es hat auch vom Betriebssytem unabhängig programmierbare Tasten, was mir als Linux-Benutzer zugute kommen würde, wenn ich das Feature mal nutzen will. Außerdem ist es mit 99 € nicht übertrieben teuer wie manche Spezialtastaturen. Die Multimedia-Tasten sind zwar nur über Fn erreichbar, aber das ist auch der einzige Nachteil, der mir bisher aufgefallen ist.

Broschüre über Mosbach-Waldstadt

Diese Broschüre über den Ortsteil Mosbach-Waldstadt, in dem ich groß geworden bin, habe ich bei uns zuhause gefunden. Sie stammt aus dem Jahr 1983, als die Waldstadt ungefähr 20 Jahre alt wurde.

Die Waldstadt war ein Demonstrativ-Bauvorhaben der 60er Jahre und wurde nach dem Vorbild der Karlsruher Waldstadt als reine Wohnsiedlung im Wald oberhalb von Mosbach erbaut.

Interessant aus heutiger Sicht sind einige Planungen, die nie umgesetzt wurden: Auf Seite 7 wird von dem “Provisorium” der Zufahrtsstraße zur B 27 gesprochen; dieses Provisorium existiert heute noch, inklusive des letzten Bahnüberganges auf Mosbacher Stadtgebiet. Ich kann mich erinnern, daß bis in die 90er noch Pläne existierten, eine Brücke über Bahngleise und Elz bis zur B 27 zu bauen, die zum Glück nie umgesetzt wurden. Interessant auch der alte, gemauerte Schornstein des Heizkraftwerks auf Seite 19, bei dessen Sprengung Anfang der 90er ich dabei war. Traurig stimmen muß einen allerdings der Artikel “Die Waldstadt lebt” (Seite 21), denn das abgebildete Gemeindehaus steht nicht mehr (Siehe RNZ vom 25.01.2017). Über den schleichenden Verfall in der Waldstadt hatte ich ja 2011 schon ein paar Fotos hier hochgeladen.

Hier also die Broschüre zum Download; die PDF-Datei ist ca. 50 MB groß.

Tablet als Notenmappe

(Update: 11.01.2021)

Seit Anfang 2015 benutze ich keine Papiernoten mehr, sondern habe mir ein Tablet gekauft, das ich seither als Notenmappe verwende. Nach vielen Jahren im Konzerteinsatz muß ich sagen, daß ich sehr gut damit zurechtkomme und nicht mehr darauf verzichten möchte.

Anforderungen

Für mich waren zwei Faktoren wichtig, die so ein Tablet erfüllen muß: Erstens sollte die Displaygröße annähernd DIN A4 sein. Ich hatte bei Kollegen schon gesehen, wie sie Noten auf einem 10-Zoll-Tablet verwendeten; das wäre mir aber zu klein. Zweitens sollte man sinnvoll Notizen mit einem echten Digitizer-Stift machen können.

Neben diesen Muß-Bedingungen ist natürlich noch das Gewicht interessant, denn schließlich muß man das Tablet ja im Konzert eine recht lange Zeit vor sich halten. Und ganz toll wäre es, wenn man kein spiegelndes, sondern ein mattes Display hätte; am besten ein E-Ink-Display, das ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt. Dies wäre auch gut für die Akku-Laufzeit.

Geräte-Auswahl

Es gibt leider nicht viele Geräte, die die Anforderungen erfüllen. Das iPad Pro ist in dieser Disziplin sicher der Platzhirsch und war lange auch ohne echte Konkurrenz. Wenn man (so wie ich) aber nicht im Apple-Universum, sondern mit Android unterwegs ist, hat man dennoch nicht viele Möglichkeiten. Ich benutze noch ein Samsung Galaxy NotePro 12.2 aus dem Jahr 2014, das aber schon lange nicht mehr hergestellt wird.

Das Galaxy Note Pro 12.2Das Tablet verrichtet seit 2015 klaglos seinen Dienst. Die Akkulaufzeit ist erstaunlicherweise auch nach vielen Jahren noch sehr gut; mit deaktiviertem WLAN ist ein ganzer Probentag locker drin. Ich habe nur die WLAN-Version ohne Mobilfunkmodul. Falls ich unterwegs mit dem Gerät ins Internet muß, verwende ich Tethering zu meinem Mobiltelefon. Im Jahr 2020 hat Samsung glücklicherweise einen sehr günstigen Nachfolger herausgebracht, das Galaxy Tab S7 FE. Das gibt es teilweise schon für 399 €. Wenn mein NotePro heute kaputt ginge, würde ich es wahrscheinlich durch dieses Modell ersetzen.

Prinzipiell wäre ein Gerät mit E-Ink-Display ideal, jedoch gibt es da m.E. noch kein überzeugendes Gerät. Das Onyx Boox Max Lumi hätte die richtigen Eckdaten, ist aber schlecht verfügbar, kostet fast so viel wie das Samsung und ist natürlich dann nur als Lesegerät einsetzbar, nicht z.B. für Internet-Browsen oder Videos. Da die Akkulaufzeit mit dem Samsung kein Problem ist, bliebe einzig das entspiegelte Display und die bessere Lesbarkeit im Freien, die für ein E-Ink-Gerät sprächen ­– für mich überwiegen aber momentan noch die Nachteile.

Software

Ich verwende MobileSheetsPro. Die App bietet eigentlich alles, was man braucht: Notendatenbank mit Sortierung nach Komponisten, Sammlungen und Werken; Stiftunterstützung für gezeichnete Notizen, Textannotationen und musikalische Symbole; Erstellung von Setlisten für Auftritte; Einbindung von Aufnahmen als MP3 (praktisch zum Üben!).

Man muß sagen, daß sich die Entwickler echt etwas bei der App gedacht haben. Vor allem praktisch finde ich die Einstellung von Zoomstufen pro Stück, mit denen man weiße Ränder von Seiten entfernen kann und somit die maximale Fläche für die Noten verwenden kann. Toll ist auch der “Companion”, eine Windows-Anwendung, mit der man seine Notendatenbank per WLAN auf dem Tablet bearbeiten kann. Man kann Backups seiner Datenbank anlegen und sie so leicht sichern bzw. auf andere Geräte übertragen. Für Instrumentalisten ist sicher auch die Unterstützung von Bluetooth-Fußpedalen interessant. Für etwas mehr als 10 € bekommt man eine stabile und durchdachte Anwendung, die zwar nicht besonders schick ist und an ein paar Stellen etwas besser bedienbar sein könnte, aber zuverlässig ihren Dienst tut. Ich habe momentan ca. 1.000 Stücke in dieser App gespeichert.

Erfahrungen

Bisher habe ich schon mehrere Probenwochenenden und Konzerte mit dem Tablet bestritten. Die Vorteile überwiegen für mich klar:

  1. Man muß nicht mehr so viele Papier mit sich herumschleppen.
  2. Man kann seine Konzerprogramme schon weit im Voraus sortieren und muß nicht vor den Konzerten die Notenmappe zusammenstellen. Das ist vor allem praktisch, wenn man dasselbe Stück in mehreren Chören oder Programmen singt.
  3. Man hat immer alle seine Noten dabei und kann kein Stück zu Hause vergessen.
  4. Man kann Stücke (soweit verfügbar) in der Probe aus dem Internet laden, wenn man es noch nicht hat.
  5. Man kann seine Notizen leichter mit Kollegen teilen und sie rückstandsfrei ändern oder entfernen.

Nachteile gibt es natürlich auch:

  1. Viele Noten bekommt man legal nicht aufs Tablet. Aus Scans zu singen ist rechtlich genauso unzulässig wie aus Kopien zu singen.
  2. Man muß dafür sorgen, daß das Tablet immer aufgeladen ist, damit man ein Probenwochenende mit Konzerten durchsteht. Mit ausgeschaltetem WLAN und mit heruntergeregelter Beleuchtung geht das aber problemlos.
  3. Wenn man es nicht gerade mit einer Matthäus-Passion vergleicht, ist das Tablet meist etwas schwerer als Papiernoten.
  4. Man braucht die Noten digital. Viele Chöre haben heute zwar eine Cloud mit den Stücken im PDF-Format, aber vor allem bei großen Oratorien macht sich niemand die Mühe, die einzuscannen. Daher bringt das Tablet außer Gewichtsvorteil bei großen, einzelnen Werken nicht viel, da man eh keine Noten sortieren und Einheften müßte.

Insgesamt gesehen kann man sich also überlegen, ob man auf ein Tablet umsteigt. Wer wie ich in vielen Chören mitsingt und oft Programme mit 15-20 einzelnen, kleinen Stücken hat, wird aber die Vorteile des Tablets schnell zu schätzen lernen.

Einen Nachteil möchte ich noch ganz zum Schluß erwähnen: Ich habe zwar eine schwarze Lederhülle, mit der das Tablet fast aussieht wie eine Notenmappe, aber man sieht den Unterschied als Zuschauer doch. Daher sollte man aufpassen, daß man als Tablet-Sänger nicht die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zieht, vor allem, wenn man als einziger keine Papiernoten hat. Unfreiwillig komisch kann das vor allem dann werden, wenn man vergißt, die Helligkeit runterzuregeln, wie ich bei meinem ersten Konzert mit Tablet, siehe Bild…

leuchte-tablet

Meine Lieblings-Android-Apps, Teil 2

Seit dem Kauf meines Samsung Galaxy S2 sind nun schon zwei Jahre vergangen. Daher ist es Zeit für ein Update meiner Lieblings-Apps (siehe auch Teil 1 meines Beitrags). Die Überschriften sind jeweils mit der Seite der App im Play Store verlinkt.

CyanogenMod Installer

Cid_headDies ist wohl die wichtigste App, die ich in letzter Zeit benutzt habe, denn damit habe ich die Samsung-Android-Version von meinem Telefon heruntergeschmissen und CyanogenMod 10.1 installiert. Nun habe ich ein frisches Android 4.3 ohne den ganzen Samsung-Schnickschnack, der mich eigentlich eh immer nur genervt hatte und keinen Mehrwert gebracht hat. Ich hatte vorher die aktuelle Samsung-Firmware mit Android 4.1.2. Hier einige Gründe für meinen Wechsel auf CyanogenMod:

  • Mein interner Speicher war bereits voll, sodaß ich einige Apps nicht installieren konnte. Dies lag vor allem daran, daß sich viele Google- und Samsung-Anwendungen aus der Samsung-Firmware nicht deinstallieren lassen. Eine Alternative wäre Rooten und Link2SD gewesen, das wollte ich aber aus Performance-Gründen nicht.
  • Die TouchWiz-Oberfläche von Samsung hatte bei mir öfter mal Abstürze und Probleme.
  • Die Spracheingabe, die sich bei Doppelklick auf den Home-Knopf öffnete, konnte man nicht ohne Tricks deaktivieren. Ich habe sie zwar nie benutzt, aber öfter mal aus Versehen aktiviert, wenn ich zweimal auf “Home” geklickt habe, weil das System gerade nicht reagierte. Besonders nervig war, daß die Spracheingabe-App auch im Lautlos-Modus mit “Was wollen Sie tun?” über den Lautsprecher losplärrte – in Sitzungen sorgte das schon für Schmunzeln bei meinen Kollegen.
  • Die Samsung-Apps habe ich nie benutzt, da vor allem der Kalender “S Planner” mit der Bildschirmauflösung des S2 völlig unbedienbar war.
  • Die Swype-Tastatur von Samsung war zwar ganz gut, stürzte jedoch auch öfter ab – manchmal sogar so schwer, daß nur ein Neustart half. In Android 4.3 ist eine Swype-ähnliche Funktion schon in der Android-Tastatur eingebaut.

Mit der neuen Android-Version läuft mein gutes, altes Galaxy gefühlt sehr viel schneller und stabiler. Natürlich kann das auch ein Placebo-Effekt sein, aber ich meine, daß die “Wuppdizität” mit CM 10.1 schon um einiges höher ist als mit dem Stock-ROM. Die Installation über die Windows-Anwendung per USB-Verbindung mit dem Telefon war sehr einfach, im Prinzip funktionierte sie mit einem Klick.

Touch&Travel

touchandtravelBisher konnte ich mit dem DB-Navigator und dem Handy-Ticket, der KVV-App und der VRN-App schon ganz gut ohne Papierfahrschein zurechtkommen. Das hatte aber den Nachteil, daß man bei kombinierten Fahrten mit Zug und Straßenbahn in zwei oder sogar drei Apps einen Fahrschein lösen mußte. Gerade bei der VRN-App war das nicht besonders komfortabel. Zweitens ist im DB-Handy-Ticket kein City-Ticket enthalten, also eine kostenlose Anschlußfahrt mit Bus oder Straßenbahn am Zielort bei Fahrten über 100km (z.B. Karlsruhe-Mosbach). Das City-Ticket wurde besonders attraktiv, als die Bahn auch kostenlose Anfahrt am Startbahnhof einführte, man also zwei Fahrten sparen konnte. Also druckte ich mir doch wieder normale Online-Tickets aus.

Zwischenzeitlich hatte ich auch schon Touch&Travel installiert und benutzt. Mit Touch&Travel bucht man sich bei Fahrtbeginn ein und bei Fahrtende wieder aus, der Fahrpreis wird automatisch berechnet und abgebucht. Touch&Travel funktionert auf allen deutschen Fernverkehrsstrecken, es berücksichtigt BahnCard-Rabatte, man kann Bonuspunkte darüber sammeln, und sogar das City-Ticket funktioniert in den Verkehrsverbünden, die es unterstützen. Anfangs waren das allerdings nur der Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Also war Touch&Travel für mich nur für Fahrten zwischen ICE-Bahnhöfen interessant, da es in Regionalzügen nicht galt.

Seit Juni 2013 sind allerdings der VRN und der HNV dabei, und seit Dezember 2013 auch der KVV auf den S-Bahn-Strecken. Also kann ich nun tatsächlich von Karlsruhe Werderstraße bis Mosbach West oder von Mannheim Paradeplatz nach Limburg Süd mit einer einzigen App fahren und bekomme dafür sogar den günstigsten Preis mit City-Ticket berechnet. Abgesehen davon muß ich mir nun wirklich keine Gedanken mehr machen, wann und wo ich ein Ticket kaufe. Ein Klick kurz vor der Abfahrt genügt.

Einziger Nachteil: Man muß – wie bei allen Handy-Tickets – schauen, daß man immer genug Akkukapazität hat. Aber dazu habe ich mir erst neulich einen externen Akkublock mit USB-Anschluß gekauft. Und im ICE gibt es ja meist eh Steckdosen.

aCalendar

Vor allem aus Frust über den unbrauchbaren S Planner suchte ich einen Kalender, bei dem man auch auf der Monatsübersicht die Termine gut erkennen kann und der einigermaßen gut zu bedienen ist. Beim aCalendar kann man die Schriftgrößen einstellen, Farben für die verschiedenen Kalender selbst festlegen (was auch im Google-Kalender – kein Witz – nicht so ohne weiteres geht), und einfach per Wischgeste zwischen Monats-, Wochen- und Tagesansicht umschalten.

Presenter

presenterIch hatte länger überlegt, mir einen Funk-Presenter von Logitech für Vorträge zu kaufen. Aber eigentlich kann man das ja auch gut mit dem Mobiltelefon machen, mehr als Folien vor- und zurückschalten und eine Zeitanzeige braucht man ja eigentlich nicht. Leider erfordern die meisten Apps, die man so findet, eine Datenverbindung vom Computer zum Telefon. Dadurch sind sie z.B. für Präsentationen auf Konferenzen im Ausland oder generell in Räumen, in denen es keine Internetverbindung gibt, ungeeignet. Der Presenter funktioniert über Bluetooth und erlaubt auch das Umschalten über die Lautstärketasten des Telefons. Ich habe ihn schon mehrmals bei Präsentationen eingesetzt. Zwar ersetzt er nicht den Laserpointer, aber so wird man wenigstens nicht zu hektischem Rumgefuchtel mit dem Laserpunkt verleitet.

Guardian

guardianIch lese gerne die Online-Beiträge des Guardian, vor allem die Kommentarseite “Comment is free”. Die Android-App ist gut strukturiert und erlaubt einem, die Lieblingskategorien auf der Startseite anzuzeigen. Außerdem gibt es eine gute Offline-Funktion, die Artikel und Bilder zeitgesteuert per WLAN herunterlädt, sodaß man sie unterwegs auch ohne Datenverbindung lesen kann.

TotalCommander

totalcommanderDa ich den TotalCommander unter Windows schon lange benutze und mir dort auch eine Lizenz gekauft habe, mußte ich ihn mir unter Android natürlich auch installieren. Als Dateimanager ist er auch hier ungeschlagen und kann für FTP, SFTP, SMB und WebDAV verwendet werden.

PostMobil

Die App der Deutschen Post bietet neben Filial- und Briefkastensuche, Postleitzahlsuche und Porto-Informationen vor allem ein Killerfeature: Das Handyporto. Dort kann man sich eine 16-stellige Zahlenkombination generieren lassen, die man statt der Briefmarke auf eine Postkarte oder Brief schreiben kann. Das Handyporto kostet zwar ein bißchen mehr als das reguläre Porto, ist aber sehr praktisch, wenn man mal schnell eine Postkarte verschicken will und keine Briefmarke zur Hand hat.

Google Keep

Für Kurznotizen verwende ich Google Keep, das ähnlich wie OneNote oder Evernote kurze Texte, Bilder und Dateien speichert. Auch Listen zum abhaken sind damit schnell erstellt und synchronisieren sich automatisch mit dem Google-Konto.

TT-RSS

ttrssSeit dem Tod des Google Readers benutze ich Tiny Tiny RSS, um meine RSS-Feeds zu verwalten. Die TT-RSS-Installation läuft dabei auf meinem 1&1-Webspace, ich muß also keine Angst haben, daß der Dienst bald auch eingestellt wird. Es gibt zwar auch eine offizielle Android-App vom TT-RSS-Entwickler Andrew Dolgov, diese wird jedoch nach sieben Tagen kostenpflichtig. Diese App hier von Nils Braden funktioniert sehr gut, unterstützt Navigation über die Lautstärketasten, und ist kostenfrei.

HappyCow

happycowAls Vegetarier steht man ja oft vor dem Problem, ein geeignetes Restaurant in einer fremden Stadt zu finden. Die Community von HappyCow sammelt Informationen über vegane, vegetarische und vegetarierfreundliche Restaurants. Per Kartenansicht sieht man gleich die Restaurants in der Nähe und kann auch das Preisniveau einschätzen.