Meine Fahrt auf der Krebsbachtalbahn

Die Krebsbachtalbahn zwischen Neckarbischofsheim und Hüffenhardt fristet ein recht trauriges Dasein: Nur zwei Zugpaare pro Tag bedienen die Strecke, und das auch nur unter der Woche um die Mittagszeit. Zum 31. Juli 2009 soll die Strecke stillgelegt werden und dann der Firma Gmeinder als Teststrecke für Güterlokomotiven dienen.

Also nutzte ich meine Freizeit, um noch mit einem planmäßig verkehrenden Zug die Strecke abzufahren. Mit dem Bus ging es von Mosbach über Obrigheim nach Hüffenhardt, wo ich die Ankunft des MAN-Schienenbusses erwartete. Beim Anblick des verlassenen Bahnhofes war ich mir nicht ganz sicher, ob der Betrieb doch nicht schon eingestellt ist und ich mich geirrt hatte — aber bahn.de lügt normalerweise nicht. Tatsächlich kam der für 13:39 Uhr erwartete Zug langsam angetuckert, um genau einen Fahrgast zu entlassen, der allerdings auch nur zum Fotografieren da war. Nach kurzem Smalltalk setzte ich mich als einziger Fahrgast in den Schienenbus, und dann ging es auch schon los nach Neckarbischofsheim. Hier die Bilder meiner Fahrt.

Die in C-Dur singende Lokomotive

Bei modernen elektrischen Schienenfahrzeugen mit Drehstrommotoren hört man beim Anfahren häufig recht laute Summ- oder Quietsch-Geräusche. Die Baureihe 425 der DB, die unter anderem bei der S-Bahn Rhein-Neckar fährt, nennt man deshalb auch gerne „Quietschie“, weil die Geräusche bei ihr besonders unangenehm sind.

Die Lokomotiven der ÖBB-Baureihe 1116 („Taurus“) klingen da deutlich besser: Sie spielen beim Anfahren eine C-Dur-Tonleiter. Da die nicht zufällig entsteht, kann man davon ausgehen, daß bei Siemens musikalische Ingenieure am Werk waren! Als Beispiel hier mal ein Regionalzug im Bahnhof Wien-Praterstern:

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P.S.: Für die Musikwissenschaftler und andere Pedanten unter Euch: Da der tiefste Ton ein „e“ ist, ist die Tonleiter natürlich eigentlich phrygisch.

I am more of a U.S. American than I thought

According to „Nothing For Ungood“, German men carry their coins in a purse, but do not wear their cell phone on a belt. If you go by these categories, I am not a German at all since I carry my coins in my trouser pockets, but use a leather case and a belt clip for my phone.

As for the coins, the reason is that I once broke a plastic bank account card because I had too many coins in my wallet (like every man, I wear my wallet in the back pocket of my trousers, which limits the number of things you can stuff into it).

I agree that wearing your phone on your belt may make you look like a dork, at least that’s what many women think here in Germany. Anyway, I think that the advantages are worth it, and yes, I do feel the vibration alert when wearing my phone on the belt. I also couldn’t put it in my trouser pockets, since that space is occupied by the coins (left) and my keys (right) which would scratch the surface of my cell phone…

Österreicher Eigenheiten

Daß in Österreich manche Dinge anders heißen oder anders sind, weiß ich eigentlich. Und so dachte ich, daß mich das Wissen, daß Sahne „Schlagobers“ heißt und Meerrettich „Kren“ genannt wird, vor größeren Blamagen bewahren könnte. Als ich dann jedoch bei dem Vorhaben, meine österreichische Prepaid-Karte aufzuladen, schräg angeschaut wurde, wußte ich, daß der Begriff „Prepaid-Karte“ in Österreich anscheinend unbekannt ist. Hier nennt man es „Wertkarte“. (Was für mich eher nach Lebensmittelgutschein klingt…)

Die nächste Sache ist, daß sich die Österreicher anscheinend nicht mit Geldscheinen anfreunden können, deren Wert 10€ übersteigt. Bisher dachte ich an Zufälle, als jedoch heute im „Zielpunkt“, also der österreichischen Version des „Plus“, eine Dame ihr Restgeld von über 80€ in Form von acht 10€-Scheinen bekam, habe ich die Zufall-Theorie abgehakt. Da ich ungern viele kleinere Scheine im Geldbeutel habe, bezahle ich also lieber mit meiner ec-Karte. Außer natürlich, man erwischt einen Supermarkt, in dem nur österreichische ec-Karten akzeptiert werden, was das „e“ in „ec“ irgendwie lächerlich erscheinen läßt. Aber vielleicht heißt der Bezahlstandard ja deshalb seit neustem „Maestro“.