Die in C-Dur singende Lokomotive

Bei modernen elektrischen Schienenfahrzeugen mit Drehstrommotoren hört man beim Anfahren häufig recht laute Summ- oder Quietsch-Geräusche. Die Baureihe 425 der DB, die unter anderem bei der S-Bahn Rhein-Neckar fährt, nennt man deshalb auch gerne „Quietschie“, weil die Geräusche bei ihr besonders unangenehm sind.

Die Lokomotiven der ÖBB-Baureihe 1116 („Taurus“) klingen da deutlich besser: Sie spielen beim Anfahren eine C-Dur-Tonleiter. Da die nicht zufällig entsteht, kann man davon ausgehen, daß bei Siemens musikalische Ingenieure am Werk waren! Als Beispiel hier mal ein Regionalzug im Bahnhof Wien-Praterstern:

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

P.S.: Für die Musikwissenschaftler und andere Pedanten unter Euch: Da der tiefste Ton ein „e“ ist, ist die Tonleiter natürlich eigentlich phrygisch.


1 Kommentar

  1. 1. Melo

    Kommentar vom 23. November 2008 um 11:08

    Für die zart besatiteten Menschen. Ich find die Geräusche von den Thyristoren beim ET425 nicht so schlimm. Die unbequemen Sitze sind viel schlimmer.

Einen Kommentar schreiben