Amerika-Austausch 1997

Im Herbst 1997 war ich, damals in der 10. Klasse, mit dem German-American Partnership Program (GAPP) drei Wochen in Las Cruces, New Mexico, und anschließend noch eine Woche in New York. Ich hatte damals eine Kompaktkamera von Fuji und ISO200-Film von Kodak dabei. Die Kamera hatte ein witziges, aber eigentlich recht nutzloses Gimmick, das ich damals jedoch toll fand: einen »Panorama«-Modus. Dabei wurde das Kleinbild-Format so oben und unten maskiert, daß Bilder im Cinemascope-Format herauskamen. Die Fotolabors berücksichtigten dies bei der Entwicklung und erstellten von diesen Bildern (für mich damals) beeindruckende Abzüge in 10×25cm. Natürlich war das nichts anderes als eine Vergrößerung, bei der man oben und unten einen guten Teil des Bildes wegließ.

Als ich die Abzüge machen ließ, hatte ich noch keinen Flachbettscanner, wollte aber die Fotos gerne am PC weiterverwenden. Daher ließ ich mir für viel Geld eine Kodak Photo CD von den Bildern machen. Die Qualität der Scans, immerhin damals schon 3072×2048px, kann sich auch heute noch sehen lassen. Damals waren sie natürlich völlig umwerfend. Mit der vollen Auflösung konnte ich allerdings damals schon deshalb nichts anfangen, da ich nur 32MB RAM in meinem Pentium 200 hatte – ganz davon zu schweigen, daß es gar keinen Anwendungszweck für solch riesige Bilder gab.

Ich benutzte sie also auf meiner Homepage, siehe Screenshot, um einen kleinen Bericht über den Austausch zu schreiben. Als ich meine alte statische Homepage im Herbst 2008 durch dieses Blog ersetzt habe, hatte ich die Bilder nicht mit umgezogen; dies möchte ich hiermit nachholen.


Ein guter Jahrgang

Heute morgen las ich folgende drei Nachrichtenmeldungen:

  1. Deutschland wird amerikanischer (Spiegel Online), über die Zunahme der Einkommensunterschiede in Deutschland
  2. 16 Stunden lernen (Süddeutsche), über das Abitur in Südkorea
  3. »Vollgas-Studenten« mit besten Aussichten (Rhein-Neckar-Zeitung, nicht online, Zitate s.u.), über den Abschlußjahrgang der Dualen Hochschule in Mosbach.

Bei der Lektüre der Artikel dachte ich mir jedesmal, daß ich es bisher eigentlich relativ gut gehabt habe, was Schule, Studium und auch Beruf angeht. Das hat natürlich viele Gründe, aber einiges davon hängt mit meinem Geburtsjahr 1981 zusammen. Im folgenden will ich versuchen zu beschreiben, was für mich anders gewesen wäre, wenn ich stattdessen 1991 geboren wäre.
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Das Hilfskrankenhaus Neckarbischofsheim

Nachdem ich mir die Hilfskrankenhäuser Trossingen und Neckarbischofsheim schon von außen angeschaut hatte, konnte ich nun endlich auch das Innere des ehemaligen Hilfskrankenhauses Neckarbischofsheim, das sich unter dem Adolf-Schmitthenner-Gymnasium befindet, besichtigen. Und obwohl die Anlage nicht mehr in Betrieb ist – das meiste Inventar wurde Ende der 90er Jahre entfernt – war ich dennoch begeistert, was es alles zu entdecken gab. weiterlesen …


Meine Lieblings-Android-Apps

Seit ein paar Monaten bin ich ja endlich auch Besitzer eines Smartphones, nämlich des Samsung Galaxy SII. So langsam habe ich auch gelernt, es sinnvoll zu benutzen, und will Euch gerne daran teilhaben lassen. 🙂 weiterlesen …


Kombilösungsansätze

Als ich im Herbst 2002 nach Karlsruhe zog, hatte die Stadt einen Ruf als Nahverkehrs-Metropole, der natürlich auch bis nach Mosbach vorgedrungen war. Ich als Kleinstädter, der den ÖPNV bisher nur als rumpelige Überlandbusse mit unfreundlichen Busfahrern erlebt hatte, war begeistert. Bald konnte ich den KVV-Netzplan auswendig und hatte es mir vorgenommen, alle Linienäste mit meinem Studi-Ticket abzufahren, was ich später auch tat. Ich entdeckte auch, daß es Streckenabschnitte gibt, die nur bei Umleitungen befahren werden; und wenn es einmal baustellenbedingt solch eine Umleitung gab, mußte ich mir das natürlich auch anschauen. Das war kein Problem, denn jede noch so kleine Baustelle und Umleitung wurde sehr gut und lange vorher an den Haltestellen angekündigt; bei größeren Baustellen gab es sogar  Plakate in der Innenstadt, auf denen ein kleines Mädchen mit freundlichem Gesicht abgebildet war, das mit den Fingern auf die Umleitungshinweise zeigte. Das Plakat brachte einen wirklich zum Schmunzeln – so, wie es die Deutsche Bahn mit Max Maulwurf schon länger versucht (bei mir jedoch bisher ohne Erfolg). Die Homepage des KVV war ein wenig altbacken, doch man sah an den »!«-Schildsymbolen gleich, wo eine Baustelle bzw. Umleitung war. Als die Umleitung dann in Kraft trat, standen an den meisten Haltestellen Mitarbeiter in Warnwesten, die Fahrgästen sagten, wo es lang ging.

Soweit die Situation damals, zusammengefaßt:

  • Ich = Eisenbahn-Nerd, der regelmäßig ka.verkehr, andere Foren und die KVV-Seite besucht
  • Karlsruhe = Nahverkehrs-Metropole mit funktionierendem Baustellen-Management.

Dann kam die Kombilösung.

Für Nicht-Karlsruher: Das ist der Euphemismus für eine radikale Umgestaltung der Karlsruher Innenstadt, bei der die Straßenbahn in der Fußgängerzone sowie die B10 am Südrand der Innenstadt unter die Erde verlegt werden. Das ganze kostet > 600 Mio. € und wird Karlsruhe bis mindetens 2019 in eine riesige Baustelle verwandeln. Ich durfte 2002 leider noch nicht am Volksentscheid über die Kombilösung teilnehmen, da ich erst ein paar Wochen in Karlsruhe gemeldet war. Wie ich damals abgestimmt hätte, kann ich heute nicht mit Sicherheit sagen, denn über dieses Projekt kann man (zurecht) ganz unterschiedlicher Meinung sein; für die Meinungsbildung und weitere Infos empfehle ich das Stadtwiki mit den dort vorhandenen Links. Doch über den Sinn und Unsinn der Kombilösung soll es hier nun gar nicht gehen, sondern um die Informationspolitik des KVV. weiterlesen …