Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bunker'

Die Mehrzweckanlage Hauptbahnhof

Montag, 23. August 2010 22:50

Bei meiner Urlaubsfototour habe ich schließlich noch die Mehrzweckanlage unter dem Karlsruher Hauptbahnhof besucht. Sie ist leider heute nicht mehr betriebsfähig, da man vor ein paar Jahren eine neue Ausfahrt aus der Wand gebrochen hat. Aber immerhin die Mobilfunknummer des Schutzraumwartes findet man. Ich habe nicht versucht, die Nummer anzurufen. :-)

Thema: Bahn, Bunker, Karlsruhe | Kommentare (0) | Autor: eriq

Die Mehrzweckanlage Rüppurrer Straße

Montag, 9. August 2010 19:02

Durch einen Artikel im Lostplaces-Forum wurde ich auf diese Mehrzweckanlage aufmerksam, die sich bei mir um die Ecke befindet. Tatsächlich besitzt sie eine Besonderheit, nämlich ein „zugbrückenartiges“ Tor am Eingang. Die nächste Besonderheit ist, daß die Anlage sehr gut ausgestattet ist. So gibt es hier, ähnlich wie in der MZA Festplatz, Strahlenschutzsteine für die Türen. Weiterhin sind die elektrischen Einrichtungen schwingend aufgehängt, eine Technik, die man sonst nur aus wichtigen Einrichtungen wie den Regierungsbunkern kennt.

Zuletzt ist an der Anlage besonders, daß sie offensichtlich noch betriebsbereit gehalten wird. Die Tiefgarage gehört zu einem Hotel, und beim Fotografieren traf ich zufällig einen Mitarbeiter. Er erzählte mir, daß einmal jährlich eine Übung stattfindet, bei der die Anlage in Überdruck gesetzt wird. Er meinte, daß die Hotelleitung Ende er 90er über eine Stillegung nachdachte, seit den Anschlägen am 11. September 2001 jedoch die Einrichtungen wieder warten läßt.

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Schutzräume in Mosbach: Nr. 2

Montag, 28. Juni 2010 19:53

Ganz zufällig lief ich am Samstag an der Hauptpost in Mosbach vorbei und dachte mir: Wenn eigentlich ein Gebäude in Mosbach noch einen Schutzraum haben könnte, dann doch die Post. Und siehe da: Bingo.

Nun sind es mit dem Schutzraum am Neckarelzer Bahnhof schon zwei Stück, die ich in Mosbach entdeckt habe. Öffentlich ist davon freilich keiner, und auch der Post-Schutzraum dürfte nicht so einfach zu besichtigen sein. Deswegen hier nur die Bilder von außen.

Ich schätze aber, daß dieser Schutzraum auch der letzte sein wird, den es in Mosbach zu entdecken gibt, denn mit Post und Bahn sind eigentlich die üblichen Verdächtigen schon abgedeckt. Das Problem bei der Nachforschung nach Schutzräumen ist übrigens, daß viele „Informationen“, die man von den Leuten so erhält, aus dem Reich der Legenden stammen. Zum Beispiel bin ich mir sehr sicher, daß unter meiner alten Schule, dem Nicolaus-Kistner-Gymnasium, kein Schutzraum existiert. Die Kellerräume dort habe ich als Schüler schon alle erkundet, und schwere Drucktüren sind mir dabei nicht aufgefallen. Dennoch hört man immer wieder von einem Schutzraum unter der Schule, wahrscheinlich deshalb, weil die Kelleranlagen in der Tat riesig sind und zur Lagerung von allem möglichen benutzt werden. Eine weitere Legende dürfte sein, daß ein gewisser betuchter Mosbacher Bürger unter seinem Privathaus in der Waldstadt einen Hausschutzraum eingerichtet hat. Wer noch mehr Verschwörungstheorien hat, kann sie mir gerne zukommen lassen…

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Der Bunker unter dem Saarbrücker Wackenberg

Montag, 14. Juni 2010 22:49

Bei einem Spaziergang durch St. Arnual fielen mir einige seltsame Türen und Lüftungsrohre auf, die auf eine unterirdische Anlage hindeuteten. Und tatsächlich: Nach einer Recherche im Internet fand ich diesen Artikel aus dem „Wackenberger Echo“, der die Anlage unter dem Wackenberg sehr gut beschreibt. Es sind eigentlich zwei Bunker, die voneinander unabhängig sind. In Saarbrücken gibt es natürlich noch viel mehr Schutzräume und Bunkeranlagen, aber über diese bin ich sozusagen gestolpert, ohne mich vorher kundig zu machen. Und sie war nur fünf Minuten von unserem Probeort entfernt und damit ein schönes Ziel für einen kurzen Foto-Ausflug.

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Schutzraum am Bahnhof Neckarelz

Montag, 26. April 2010 22:24

Da findet man Bunker in Mannheim, Karlsruhe, Helsinki… recherchiert über Ausweichsitze irgendwo im Saarland… und dann bemerkt man irgendwann, daß sich an dem Bahnhof, an dem man sicher schon hunderte Male ein-, aus- und umgestiegen ist, nämlich Neckarelz, auch ein Schutzraum befindet. Und zwar kein kleiner! Leider habe ich mich noch nicht bemüht, den Bunker von innen zu sehen, aber hier sieht man wenigstens die Notausstiege, die auf einen recht großen Schutzraum, oder auch zwei, hinweisen. Die Notausgänge sind gute 60m voneinander entfernt und befinden sich vom Bahnhofsgebäude her gesehen auf der anderen Straßenseite. Ich vermute, daß der Schutzraum vom Untergeschoß des Bahnhofsgebäudes erreichbar ist.

Bis jetzt ist das der einzige Zivilschutzraum, der mir in Mosbach bekannt ist. Der Bahnhof Neckarelz beherbergt ein Stellwerk (Sp Dr S60) und bildet die Verzweigung von Neckartalbahn und badischer Odenwaldbahn. Vor der Eröffnung der Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart hatte er auch eine gewisse Bedeutung im Fernverkehr, im Güterverkehr noch heute. So erklärt sich wohl die Einrichtung des Schutzraumes.

[Update 03.05.] Ich habe mal eine E-Mail an die DB geschrieben, die Antwort lautete leider (was aber zu erwarten war):

Die Räume sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und stehen deshalb für Besichtigungen nicht zur Verfügung.

Schade.

Thema: Bahn, Bunker | Kommentare (0) | Autor: eriq

Neckarbischofsheim und Trossingen…

Donnerstag, 3. Dezember 2009 22:59

… sind ja nicht gerade Partnerstädte, und auch sonst haben sie nicht besonders viel gemeinsam. Eine Sache gibt es jedoch: Beide Städte haben oder hatten ein Hilfskrankenhaus. Unter dem Adolf-Schmitthenner-Gymnasium in Neckarbischofsheim sowie unter dem Gymnasium Trossingen gibt es einen verbunkerten Teil, der im kalten Krieg eine komplette Krankenhaus-Austattung beherbergte. Im Notfall hätte so eine Anlage innerhalb kürzester Zeit zu einem atombombensicheren Krankenhaus hergerichtet werden können. Leider wurde die Einrichtungsgegenstände beider Krankenhäuser schon vor Jahren entfernt, die Räume dienen heute als Lagerstätten oder wurden umgebaut. In Trossingen ist das Stadtarchiv eingezogen, und auch die Urzeitfunde werden dort eingelagert.

Die Fotos zeigen die Außenanlagen der beiden Schulen, an denen man die Hinweise auf die verbunkerte Unterwelt recht gut erkennen kann. Wie viele Schüler wohl schon auf den Zuluftschächten gesessen sind, ohne sich über den Zweck im klaren sein?

Links:

Interessante Bilder aus dem Hilfkrankenhaus Walsrode

Übersichtskarte mit Standorten von ehemaligen Hilfskrankenhäusern in Deutschland

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Rund um den Finkenhof

Montag, 14. September 2009 22:51

Am Sonntag war ich mit meinem Bruder Martin wandern. Von Mosbach ging es über Obrigheim zum Finkenhof, nach Hochhausen und Neckarzimmern. Dabei haben wir nicht nur ein Pyramiden-Mausoleum à la Karlsruhe entdeckt, sondern auch die Notburga-Höhle besucht und als besonderes Highlight noch an der Neckarzimmerner Schleuse ganz unverhofft einen alten Bunker gefunden. Aber seht selbst.

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Ein bombensicherer Arbeitsplatz

Freitag, 14. August 2009 22:55

Wer würde sich in der momentanen Situation nicht so etwas wünschen? Als ich allerdings meine Stelle an der Uni bekommen hatte, wußte ich noch nicht, wie wörtlich das zu nehmen ist: Denn auch die Tiefgarage unter dem Informatikgebäude ist eine Mehrzweckanlage. Sie feiert dieses Jahr ihren 20. Geburtstag, wurde also ironischerweise in dem Jahr fertig gebaut, in dem ihr Daseinsgrund, der kalte Krieg, zu Ende ging. Ob heute tatsächlich noch jemand da wäre, der alle Schlüssel zu den dicken Stahltoren hat, darf man bezweifeln; ebenso weiß ich nicht, ob die ganzen Utensilien noch vorgehalten werden, die für die sanitären Einrichtungen wie Toilette und Küche notwendig sind. Die Anschlüsse sind jedenfalls noch da.

Unabhängig davon fällt auf, daß die Anlage als Tiefgarage, genau wie die Tiefgarage am Schloß, reichlich überdimensioniert ist: Das zweite Untergeschoß ist gesperrt und nicht mit dem Auto zu erreichen. Außerdem ist die Tiefgarage nur unter der Woche geöffnet, abgesehen von Spezial-Aktionen für Besucher des Wildparkstadions. Für mich jedenfalls genug Gelegenheiten, ungestört mein Stativ aufzubauen und ein paar Bilder zu schießen.

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Bunker in Finnland

Sonntag, 21. Juni 2009 23:28

Natürlich ist mein Blick mittlerweile geschärft, was Bunkeranlagen und Mehrzweckanlagen angeht. In Finnland jedoch springen einem die Hinweise auf Bunker förmlich ins Auge. Es mag die Nähe zu Rußland sein, die für die vielen Bunker in Finnland gesorgt hat, die im Gegensatz zu Deutschland auch ordentlich ausgeschildert und für den Laien zu finden sind. Einen Schutzraum in einer Kirche habe ich in Deutschland allerdings auch noch nie gesehen — die Temppeliaukko-Kirche in Helsinki ist eine solche „Mehrzweckanlage“. Die englische Wikipedia weiß dazu:

Thanks to its squat shape and apparently impervious stone construction, the church is also occasionally known as the „Anti-Devil Defense Bunker“ („Piruntorjuntabunkkeri“).

:-)

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Im Wiwi-Bunker

Montag, 25. Mai 2009 23:56

Wie ich schon bei meinem Artikel über die Mehrzweckanlage Festplatz schrieb, gibt es in Karlsruhe ja noch mehrere Bunker oder Anlagen, die zu solchen umgebaut werden können. Als nächstes habe ich mir einmal die Tiefgarage am Schloß angeschaut, die leider nur eine ganz normale Garage ist. Allerdings hat die angrenzende Tiefgarage unter den Uni-Gebäuden der Wirtschaftswissenschaften (Wiwi) etwas zu bieten.
Die Schutzräume dort wirken für mich eher wie „klassische“ Luftschutzräume, die also nicht atombombensicher ausgerüstet sind — ganz im Gegensatz zur Tiefgarage am Informatikgebäude (Artikel folgt demnächst). Sollte das irgendwelche Rückschlüsse auf die Wichtigkeit von Informatikern gegenüber Wiwis erlauben?

Was ich ebenfalls noch interessant finde, ist der Verbindungstunnel zur Tiefgarage Schloßplatz, der wohl auch als Notausfahrt für letztere dienen soll. Ebenso meine ich mich erinnern zu können, daß die Zirkel-Tunnel mal beide Einbahnstraßen waren — heute ist der obere im Gegenverkehr befahren. Ist jedenfalls ziemlich egal, da im zweiten Untergeschoß sowieso alle Lichter aus waren (wie neulich am Festplatz). Besteht in Karlsruhe etwa ein gewisses Überangebot an Tiefgaragenstellplätzen?

Thema: Bunker, Karlsruhe | Kommentare (0) | Autor: eriq