Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bahn'

Die Mehrzweckanlage Hauptbahnhof

Montag, 23. August 2010 22:50

Bei meiner Urlaubsfototour habe ich schließlich noch die Mehrzweckanlage unter dem Karlsruher Hauptbahnhof besucht. Sie ist leider heute nicht mehr betriebsfähig, da man vor ein paar Jahren eine neue Ausfahrt aus der Wand gebrochen hat. Aber immerhin die Mobilfunknummer des Schutzraumwartes findet man. Ich habe nicht versucht, die Nummer anzurufen. :-)

Thema: Bahn, Bunker, Karlsruhe | Kommentare (0) | Autor: eriq

Der Pfälzer Bahnhof am Karlsruher HBf

Montag, 9. August 2010 19:17

Wenn man in Karlsruhe am Albtalbahnhof steht und zum Hauptbahnhof hochsieht, sieht man erst mal viel Grünbewuchs – man könnte auch „Wildnis“ sagen – und zwischendrin ein paar Bahnsteigdächer. Dort befindet sich der „Pfälzer Bahnhof“, also die Gleise, von denen die Züge in Richtung Pfalz abfahren.

Seit einem Umbau im Jahr 2005 besitzt der Bahnhof statt vier nur noch zwei Gleise. Der Rest wuchert so langsam zu und bietet ein nettes Flair – man kommt sich ein bichen vor wie in einem Bahnhof im Urwald.

Thema: Bahn, Karlsruhe | Kommentare (0) | Autor: eriq

Unterwegs auf der Öchslebahn

Montag, 24. Mai 2010 22:27

In den Pfingstferien findet ja immer die Arbeitsphase des Landesjugendchores in Ochsenhausen statt. Dieses Jahr bin ich allerdings nicht dabei, da in der zweiten Pfingstferienwoche eine CD-Produktion mit dem KammerChor Saarbrücken ansteht, und direkt nacheinander wäre mir das zuviel gewesen. Trotzdem wollte ich dem Chor in Ochsenhausen einen Besuch abstatten und habe die Gelegenheit genutzt, mir einen lange gehegten Wunsch zu erfüllen, nämlich mit dem Dampfzug „Öchsle“ nach Ochsenhausen zu fahren. Meine Mitsänger konnte ich früher nie dazu bewegen, so anzureisen – kostet die Fahrt doch 11€ einfach und verlängert die Reise um fast zwei Stunden. In der Tat braucht das Öchsle auch 70min für eine Strecke von 18km. Schilder mit der Aufschrift „Blumen pflücken während der Fahrt verboten“ wären also angebracht, sind aber leider nicht vorhanden. :-)

Der Fahrplan war für mich ganz passend, so daß ich zwar schon um 6:00 Uhr in Karlsruhe losfahren mußte, und dank der miesen Nahverkehrsverbindung Karlsruhe-Stuttgart auch noch über Bretten/Mühlacker, aber trotz leichter Probleme an der Lokomotive in Mühlacker doch alle Anschlüsse planmäßig erreichte und um 11:40 in Ochsenhausen war. Es reichte schließlich für einen Besuch beim Landesjugendchor vom Mittagessen bis zur Kaffepause, und auch ein Eis bei Rino war vor der Rückfahrt noch drin. Im Öchslezug gibt es auch eine nette Bewirtung mit fairen Preisen, sodaß einem die 70 Minuten Fahrt auch bei der Rückreise sehr kurzweilig vorkommen. Die 40 Minuten Puffer bis zum Anschlußzug in Warthausen waren dank des tollen Wetters auch bald vorbei, und die Heimreise mir ICE/IC wieder problemlos.

Beim Fotografieren habe ich nur gemerkt, daß es gar nicht so einfach ist, eine schwarze Dampflok im prallen Sonnenlicht zu fotografieren, da die Belichtungsmessung der Kamera ja den inneren Bereich zum Messen verwendet – und da steht ja die schwarze Damplok. So mußte ich oft eine Blende nach unten korrigieren, damit die Bilder nicht überbelichtet werden, manchmal mit mäßigem Erfolg, aber seht selbst.

Thema: Bahn, Chor | Kommentare (0) | Autor: eriq

Schutzraum am Bahnhof Neckarelz

Montag, 26. April 2010 22:24

Da findet man Bunker in Mannheim, Karlsruhe, Helsinki… recherchiert über Ausweichsitze irgendwo im Saarland… und dann bemerkt man irgendwann, daß sich an dem Bahnhof, an dem man sicher schon hunderte Male ein-, aus- und umgestiegen ist, nämlich Neckarelz, auch ein Schutzraum befindet. Und zwar kein kleiner! Leider habe ich mich noch nicht bemüht, den Bunker von innen zu sehen, aber hier sieht man wenigstens die Notausstiege, die auf einen recht großen Schutzraum, oder auch zwei, hinweisen. Die Notausgänge sind gute 60m voneinander entfernt und befinden sich vom Bahnhofsgebäude her gesehen auf der anderen Straßenseite. Ich vermute, daß der Schutzraum vom Untergeschoß des Bahnhofsgebäudes erreichbar ist.

Bis jetzt ist das der einzige Zivilschutzraum, der mir in Mosbach bekannt ist. Der Bahnhof Neckarelz beherbergt ein Stellwerk (Sp Dr S60) und bildet die Verzweigung von Neckartalbahn und badischer Odenwaldbahn. Vor der Eröffnung der Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart hatte er auch eine gewisse Bedeutung im Fernverkehr, im Güterverkehr noch heute. So erklärt sich wohl die Einrichtung des Schutzraumes.

[Update 03.05.] Ich habe mal eine E-Mail an die DB geschrieben, die Antwort lautete leider (was aber zu erwarten war):

Die Räume sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und stehen deshalb für Besichtigungen nicht zur Verfügung.

Schade.

Thema: Bahn, Bunker | Kommentare (0) | Autor: eriq

Ich bin ein Bahn-Hasser-Hasser

Sonntag, 20. Dezember 2009 21:17

Jeder hat ja eine Spezies Mensch, mit der er nicht unbedingt gerne ein Abteil im ICE teilen würde. Darunter fallen bei mir Hausfrauen-Gruppen mit Sektflaschen und Plastikbechern, Handy-Klingelton-Durchprobierer oder auch Menschen, die meinen, auf dem Laptop Filme ohne Kopfhörer schauen zu müssen. Am letzten Wochenende wurde mir aber mal wieder klar, daß es außerdem noch eine Art Mensch gibt, die mir besonders auf die Nerven geht: Den Bahn-Hasser.

Zwar gehörte ich am letzten Wochenende auch zu einer recht unangenehmen Gruppe, nämlich den angetrunkenen, lautstark Skat spielenden Männerchor auf der Heimreise von einer Party – aber darum soll es hier nicht gehen, sondern um die Spezies des Bahn-Hassers. Man erkennt ihn oder sie an folgenden Eigenschaften:

  • Er fährt normalerweise nicht Bahn, sondern nur ausnahmsweise mal heute.
  • Er teilt seinen Frust über die Deutsche Bahn gerne am Telefon mit denjenigen, zu denen er auf dem Weg ist, oder auch mit völlig Fremden im Großraumabteil (die ihm natürlich beipflichten, wie recht er doch habe).
  • In jedem zweiten Satz kommt einer der folgenden Sätze und Begriffe vor:
    • „Scheiß-Bahn!“
    • „Das nächste mal nehme ich den Flieger!“
    • „Das war das letzte mal, daß ich mit der Bahn gefahren bin!“ (Schön wär’s…)
    • „Man wird ja über nichts informiert!“
  • Er liest Bücher wie „Senk ju vor träwelling“ und „Das Bahnhasser-Buch“.
  • Er besitzt eine völlige Unkenntnis der Tarife und des Fahrplans  der Bahn, beschwert sich aber lautstark darüber, daß er von niemandem Informationen erhält. Er schimpft auf die Bahn, als er erfährt, daß man in Regionalzügen keine Tickets lösen kann oder daß sein Wochenend-Ticket im IC nicht gilt.
  • Er hat natürlich keine BahnCard, beschwert sich aber darüber, wie unglaublich teuer die Bahn doch sei.
  • Selbst bei -15°C und Sturm beschwert er sich über 20 Minuten Verspätung. Er erwartet natürlich, daß seine Anschlußzüge auf ihn warten, motzt dann aber, wenn sein Zug verspätet ist.
  • Wenn er wirklich mal zwei Stunden Verspätung hat, behauptet er steif und fest, dies sei ihm mit dem Auto bzw. dem Flugzeug noch nie passiert.
  • Er ist zu knausrig für die 2€, die ihn eine Reservierung gekostet hätte, meckert aber wiederum über die „Scheiß-Bahn“, wenn er keinen Sitzplatz mehr bekommt.
  • Hält der Zug einmal auf offener Strecke, beschimpft er auch gerne den Lokführer als Idioten.

Die Sorte Mensch schimpft wahrscheinlich auch über die Autobahnbaustellen, über Rasenmäher vor seinem Bürofenster und über Straßensperren der Polizei. Das bekommt man zum Glück aber nicht mit. Ich jedenfalls gehöre mittlerweile zu den Bahn-Hasser-Hassern, die nichts dagegen hätten, wenn diese Art Mensch ihre Androhung wahrmachte und sich in Zukunft über Baustellen, Staus und verspätete Flugzeuge aufregt.

Thema: Bahn | Kommentare (3) | Autor: eriq

Im Nachtzug von Neckarelz nach Berlin… das Ende

Donnerstag, 30. Juli 2009 21:38

Nachtzug im DB-Fahrplan

Es ist manchmal kein Vergnügen, Recht zu behalten: Der private Nachtzug Stuttgart-Berlin wurde jetzt, nach genau zwei erfolgreichen Fahrten, eingestellt. Eigentlich hätte der Zug seit dem 24. Juni wöchentlich freitags von Stuttgart nach Berlin und sonntags zurück fahren sollen. Wegen technischer Probleme gab es dann nur Fahrten am 24./25. Juni und am 25./26. Juli, jetzt wurde das Projekt aus Geldmangel völlig aufgegeben.

Damit ist mein Plan, den Zug am nächsten Freitag in Neckarelz zu fotografieren, wohl auch geplatzt. Aber ich habe es ja geahnt

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Im Gleisdreieck

Montag, 25. Mai 2009 23:30

Wenn man viel in Karlsruhe mit dem Fahrrad unterwegs ist, findet man irgendwann sehr interessante Orte. So habe ich durch Zufall einmal den Weg durch das Gleisdreieck zwischen Hauptbahnhof, Durlacher Bahnhof und der Güterstrecke nach Mannheim gefunden. Wie ich heute beim Fotografieren bemerkt habe, ist der allerdings gar nicht geheim, denn es nutzen ihn viele Leute. Deswegen ist es auch gut, daß der Übergang mit automatischen Schranken ausgerüstet ist — und damit wohl der kleinste beschrankte Bahnübergang Karlsruhes.

Ach ja, falls Ihr den Bahnübergang selbst mal aufsuchen wollt, hier seine Koordinaten:
Größere Kartenansicht

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Neues Feature auf bahn.de

Donnerstag, 23. April 2009 18:24

Ich weiß ja gar nicht, was die Leute immer gegen die Homepage der Deutschen Bahn haben. Wer jemals versucht hat, bei einer anderen Bahngesellschaft online Fahrkarten zu buchen, (oder, wie es mir von einem Bekannten erzählt wurde, in Rumänien am Bahnschalter eine Aukunft wollte, und gesehen hat, wie die Schalterbeamtin auf bahn.de nachschaute), wird sich die Seite der DB bald wieder zurückwünschen. Nun gibt es seit ein paar Tagen auch ein Feature, das ich sehr praktisch finde: Die Autocomplete-Funktion zeigt nun alle Bahnhöfe mit dem eingetippten Namen an, nicht nur die, die man selbst schon die letzten Male verwendet hat.

db_autocomplete

Thema: Bahn | Kommentare (0) | Autor: eriq

Im Nachtzug von Neckarelz nach Berlin, die zweite

Mittwoch, 22. April 2009 16:38

Wie ich vor ein paar Monaten schrieb, soll es demnächst einen privaten Nachtzug von Stuttgart nach Berlin geben, der in Mosbach-Neckarelz hält. Der Zug soll nun ab 26.06. immer freitags nach Berlin und sonntags zurück fahren. Nun kann man tatsächlich auch Tickets buchen, sogar für recht günstige 59€ im 6er-Schlafwagen von Neckarelz nach Berlin. Dafür wurde eine Buchungsseite eingerichtet. Dann kann man ja nur hoffen, daß diesem Projekt nicht das gleiche passiert wie dem ESN-Train, der ja am Tag seiner Abfahrt abgesagt wurde…

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bahn.de vs. oebb.at

Montag, 9. März 2009 21:11

Durch meine häufigen Bahnfahrten nach Wien kenne ich die Sparangebote mittlerweile recht gut. Dabei hilft es oft, nicht nur bei der Deutschen Bahn nach Sparpreisen zu suchen, sondern auch bei den ÖBB. Dort gibt es nämlich das „Sparschiene“-Angebot, das auch für Nutzer aus dem Ausland online buchbar ist. Für das ÖBB-Online-Ticket braucht man im Gegensatz zur DB-Online-Ticket nämlich weder Kreditkarte, noch muß man sich für das Bezahlen mit Bankeinzug extra anmelden. Zur Identifikation genügt einfach der Personalausweis.

Soweit, so gut. Doch leider funktioniert das ÖBB-Buchungssystem leider nicht so gut und zuverlässig, wie man es von der Deutschen Bahn gewohnt ist. Die Fahrplanauskunft ist noch brauchbar, sie wird schließlich vom selben Hersteller wie bei der DB angeboten, doch bei der Buchung fangen die Probleme an. Wenn man zum Beispiel mit deutschem Bankeinzug zahlen will, wird man aufgefordert, auch die „führenden Nullen“ der Kontonummer mit einzugeben. Das gestaltet sich schwierig, da nicht alle Banken diese Ziffern auch auf die Scheckkarte drucken. Ich hatte Glück, denn auf meiner Sparkassenkarte stehen sie drauf, und so weiß ich, daß die Nummer zehn Stellen haben muß. Eine Möglichkeit wäre natürlich gewesen, das Eingabefeld auf der Seite so zu gestalten, daß man nicht mehr als zehn Ziffern eingeben kann, aber das ist leider nicht so. Auch die Fehlermeldung, wenn man die fehlenden Nullen vergißt, weist einen auf diesen Umstand nicht hin, sondern liefert nur „ungültige Nummer“.

Das nächste Problem ist, daß im Eingabefeld für den Namen kein „ß“ stehen darf, da es als ungültiges Zeichen ausgewertet wird. Anscheinend wurde das System von Schweizern programmiert, denn man findet auch Schreibweisen wie „Ermässigung“.

Der größte Gag ist allerdings die Verfügbarkeitsanzeige für die Sparpreise. Am Anfang bekommt man eine Anzeige präsentiert, in der die Anzahl der verfügbaren Tickets sichtbar ist:

Bestellvorgang, Schritt 1

Also buche ich gut gelaunt ein Einzelabteil, weil es sogar billiger ist als der reguläre Preis für das 6er-Abteil. Auf der nächsten Seite werden noch meine Daten abgefragt und das Angebot nochmals bestätigt:

Bestellvorgang, Schritt 2

Nun klickt man auf die Schaltfläche, um die endgültige Buchung zu bestätigen, doch was passiert? Auf einmal ist das Angebot nicht mehr verfügbar, worauf man in einer zwar roten, aber dennoch ziemlich kleinen Schrift hingewiesen wird:

Bestellvorgang, Schritt 3

Auf einmal kostet das Ticket also 70€ mehr, und zu allem Überfluß ist der „zurück“-Knopf auf der rechten Seite, und nicht links, wo man ihn erwartet; wenn man also falsch klickt, hat man aus Versehen ein nicht stornierbares überteuertes Ticket gekauft. Ach ja: Beim Zweierabteil ist es genau das gleiche Spiel.

Da finde ich das System bei der DB viel transparenter: Wenn einem dort ein Sparpreis als verfügbar angezeigt wird, kann man davon ausgehen, daß man ihn auch tatsächlich buchen kann. Und es wird einem nicht so ohne weiteres ein teureres Ticket untergeschoben, von dem man nur einen Klick weit entfernt ist.

Thema: Bahn, Wien | Kommentare (0) | Autor: eriq