Meine Lieblings-Android-Apps, Teil 2

Seit dem Kauf meines Samsung Galaxy S2 sind nun schon zwei Jahre vergangen. Daher ist es Zeit für ein Update meiner Lieblings-Apps (siehe auch Teil 1 meines Beitrags). Die Überschriften sind jeweils mit der Seite der App im Play Store verlinkt.

CyanogenMod Installer

Cid_headDies ist wohl die wichtigste App, die ich in letzter Zeit benutzt habe, denn damit habe ich die Samsung-Android-Version von meinem Telefon heruntergeschmissen und CyanogenMod 10.1 installiert. Nun habe ich ein frisches Android 4.3 ohne den ganzen Samsung-Schnickschnack, der mich eigentlich eh immer nur genervt hatte und keinen Mehrwert gebracht hat. Ich hatte vorher die aktuelle Samsung-Firmware mit Android 4.1.2. Hier einige Gründe für meinen Wechsel auf CyanogenMod:

  • Mein interner Speicher war bereits voll, sodaß ich einige Apps nicht installieren konnte. Dies lag vor allem daran, daß sich viele Google- und Samsung-Anwendungen aus der Samsung-Firmware nicht deinstallieren lassen. Eine Alternative wäre Rooten und Link2SD gewesen, das wollte ich aber aus Performance-Gründen nicht.
  • Die TouchWiz-Oberfläche von Samsung hatte bei mir öfter mal Abstürze und Probleme.
  • Die Spracheingabe, die sich bei Doppelklick auf den Home-Knopf öffnete, konnte man nicht ohne Tricks deaktivieren. Ich habe sie zwar nie benutzt, aber öfter mal aus Versehen aktiviert, wenn ich zweimal auf »Home« geklickt habe, weil das System gerade nicht reagierte. Besonders nervig war, daß die Spracheingabe-App auch im Lautlos-Modus mit »Was wollen Sie tun?« über den Lautsprecher losplärrte – in Sitzungen sorgte das schon für Schmunzeln bei meinen Kollegen.
  • Die Samsung-Apps habe ich nie benutzt, da vor allem der Kalender »S Planner« mit der Bildschirmauflösung des S2 völlig unbedienbar war.
  • Die Swype-Tastatur von Samsung war zwar ganz gut, stürzte jedoch auch öfter ab – manchmal sogar so schwer, daß nur ein Neustart half. In Android 4.3 ist eine Swype-ähnliche Funktion schon in der Android-Tastatur eingebaut.

Mit der neuen Android-Version läuft mein gutes, altes Galaxy gefühlt sehr viel schneller und stabiler. Natürlich kann das auch ein Placebo-Effekt sein, aber ich meine, daß die »Wuppdizität« mit CM 10.1 schon um einiges höher ist als mit dem Stock-ROM. Die Installation über die Windows-Anwendung per USB-Verbindung mit dem Telefon war sehr einfach, im Prinzip funktionierte sie mit einem Klick.

Touch&Travel

touchandtravelBisher konnte ich mit dem DB-Navigator und dem Handy-Ticket, der KVV-App und der VRN-App schon ganz gut ohne Papierfahrschein zurechtkommen. Das hatte aber den Nachteil, daß man bei kombinierten Fahrten mit Zug und Straßenbahn in zwei oder sogar drei Apps einen Fahrschein lösen mußte. Gerade bei der VRN-App war das nicht besonders komfortabel. Zweitens ist im DB-Handy-Ticket kein City-Ticket enthalten, also eine kostenlose Anschlußfahrt mit Bus oder Straßenbahn am Zielort bei Fahrten über 100km (z.B. Karlsruhe-Mosbach). Das City-Ticket wurde besonders attraktiv, als die Bahn auch kostenlose Anfahrt am Startbahnhof einführte, man also zwei Fahrten sparen konnte. Also druckte ich mir doch wieder normale Online-Tickets aus.

Zwischenzeitlich hatte ich auch schon Touch&Travel installiert und benutzt. Mit Touch&Travel bucht man sich bei Fahrtbeginn ein und bei Fahrtende wieder aus, der Fahrpreis wird automatisch berechnet und abgebucht. Touch&Travel funktionert auf allen deutschen Fernverkehrsstrecken, es berücksichtigt BahnCard-Rabatte, man kann Bonuspunkte darüber sammeln, und sogar das City-Ticket funktioniert in den Verkehrsverbünden, die es unterstützen. Anfangs waren das allerdings nur der Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Also war Touch&Travel für mich nur für Fahrten zwischen ICE-Bahnhöfen interessant, da es in Regionalzügen nicht galt.

Seit Juni 2013 sind allerdings der VRN und der HNV dabei, und seit Dezember 2013 auch der KVV auf den S-Bahn-Strecken. Also kann ich nun tatsächlich von Karlsruhe Werderstraße bis Mosbach West oder von Mannheim Paradeplatz nach Limburg Süd mit einer einzigen App fahren und bekomme dafür sogar den günstigsten Preis mit City-Ticket berechnet. Abgesehen davon muß ich mir nun wirklich keine Gedanken mehr machen, wann und wo ich ein Ticket kaufe. Ein Klick kurz vor der Abfahrt genügt.

Einziger Nachteil: Man muß – wie bei allen Handy-Tickets – schauen, daß man immer genug Akkukapazität hat. Aber dazu habe ich mir erst neulich einen externen Akkublock mit USB-Anschluß gekauft. Und im ICE gibt es ja meist eh Steckdosen.

aCalendar

Vor allem aus Frust über den unbrauchbaren S Planner suchte ich einen Kalender, bei dem man auch auf der Monatsübersicht die Termine gut erkennen kann und der einigermaßen gut zu bedienen ist. Beim aCalendar kann man die Schriftgrößen einstellen, Farben für die verschiedenen Kalender selbst festlegen (was auch im Google-Kalender – kein Witz – nicht so ohne weiteres geht), und einfach per Wischgeste zwischen Monats-, Wochen- und Tagesansicht umschalten.

Presenter

presenterIch hatte länger überlegt, mir einen Funk-Presenter von Logitech für Vorträge zu kaufen. Aber eigentlich kann man das ja auch gut mit dem Mobiltelefon machen, mehr als Folien vor- und zurückschalten und eine Zeitanzeige braucht man ja eigentlich nicht. Leider erfordern die meisten Apps, die man so findet, eine Datenverbindung vom Computer zum Telefon. Dadurch sind sie z.B. für Präsentationen auf Konferenzen im Ausland oder generell in Räumen, in denen es keine Internetverbindung gibt, ungeeignet. Der Presenter funktioniert über Bluetooth und erlaubt auch das Umschalten über die Lautstärketasten des Telefons. Ich habe ihn schon mehrmals bei Präsentationen eingesetzt. Zwar ersetzt er nicht den Laserpointer, aber so wird man wenigstens nicht zu hektischem Rumgefuchtel mit dem Laserpunkt verleitet.

Guardian

guardianIch lese gerne die Online-Beiträge des Guardian, vor allem die Kommentarseite »Comment is free«. Die Android-App ist gut strukturiert und erlaubt einem, die Lieblingskategorien auf der Startseite anzuzeigen. Außerdem gibt es eine gute Offline-Funktion, die Artikel und Bilder zeitgesteuert per WLAN herunterlädt, sodaß man sie unterwegs auch ohne Datenverbindung lesen kann.

TotalCommander

totalcommanderDa ich den TotalCommander unter Windows schon lange benutze und mir dort auch eine Lizenz gekauft habe, mußte ich ihn mir unter Android natürlich auch installieren. Als Dateimanager ist er auch hier ungeschlagen und kann für FTP, SFTP, SMB und WebDAV verwendet werden.

PostMobil

Die App der Deutschen Post bietet neben Filial- und Briefkastensuche, Postleitzahlsuche und Porto-Informationen vor allem ein Killerfeature: Das Handyporto. Dort kann man sich eine 16-stellige Zahlenkombination generieren lassen, die man statt der Briefmarke auf eine Postkarte oder Brief schreiben kann. Das Handyporto kostet zwar ein bißchen mehr als das reguläre Porto, ist aber sehr praktisch, wenn man mal schnell eine Postkarte verschicken will und keine Briefmarke zur Hand hat.

Google Keep

Für Kurznotizen verwende ich Google Keep, das ähnlich wie OneNote oder Evernote kurze Texte, Bilder und Dateien speichert. Auch Listen zum abhaken sind damit schnell erstellt und synchronisieren sich automatisch mit dem Google-Konto.

TT-RSS

ttrssSeit dem Tod des Google Readers benutze ich Tiny Tiny RSS, um meine RSS-Feeds zu verwalten. Die TT-RSS-Installation läuft dabei auf meinem 1&1-Webspace, ich muß also keine Angst haben, daß der Dienst bald auch eingestellt wird. Es gibt zwar auch eine offizielle Android-App vom TT-RSS-Entwickler Andrew Dolgov, diese wird jedoch nach sieben Tagen kostenpflichtig. Diese App hier von Nils Braden funktioniert sehr gut, unterstützt Navigation über die Lautstärketasten, und ist kostenfrei.

HappyCow

happycowAls Vegetarier steht man ja oft vor dem Problem, ein geeignetes Restaurant in einer fremden Stadt zu finden. Die Community von HappyCow sammelt Informationen über vegane, vegetarische und vegetarierfreundliche Restaurants. Per Kartenansicht sieht man gleich die Restaurants in der Nähe und kann auch das Preisniveau einschätzen.


Einen Kommentar schreiben