Unterwegs auf der Öchslebahn

In den Pfingstferien findet ja immer die Arbeitsphase des Landesjugendchores in Ochsenhausenstatt. Dieses Jahr bin ich allerdings nicht dabei, da in der zweiten Pfingstferienwoche eine CD-Produktion mit dem KammerChor Saarbrücken ansteht, und direkt nacheinander wäre mir das zuviel gewesen. Trotzdem wollte ich dem Chor in Ochsenhausen einen Besuch abstatten und habe die Gelegenheit genutzt, mir einen lange gehegten Wunsch zu erfüllen, nämlich mit dem Dampfzug »Öchsle« nach Ochsenhausen zu fahren. Meine Mitsänger konnte ich früher nie dazu bewegen, so anzureisen – kostet die Fahrt doch 11€ einfach und verlängert die Reise um fast zwei Stunden. In der Tat braucht das Öchsle auch 70min für eine Strecke von 18km. Schilder mit der Aufschrift »Blumen pflücken während der Fahrt verboten« wären also angebracht, sind aber leider nicht vorhanden. 🙂

Der Fahrplan war für mich ganz passend, so daß ich zwar schon um 6:00 Uhr in Karlsruhe losfahren mußte, und dank der miesen Nahverkehrsverbindung Karlsruhe-Stuttgart auch noch über Bretten/Mühlacker, aber trotz leichter Probleme an der Lokomotive in Mühlacker doch alle Anschlüsse planmäßig erreichte und um 11:40 in Ochsenhausen war. Es reichte schließlich für einen Besuch beim Landesjugendchor vom Mittagessen bis zur Kaffepause, und auch ein Eis bei Rino war vor der Rückfahrt noch drin. Im Öchslezug gibt es auch eine nette Bewirtung mit fairen Preisen, sodaß einem die 70 Minuten Fahrt auch bei der Rückreise sehr kurzweilig vorkommen. Die 40 Minuten Puffer bis zum Anschlußzug in Warthausen waren dank des tollen Wetters auch bald vorbei, und die Heimreise mir ICE/IC wieder problemlos.

Beim Fotografieren habe ich nur gemerkt, daß es gar nicht so einfach ist, eine schwarze Dampflok im prallen Sonnenlicht zu fotografieren, da die Belichtungsmessung der Kamera ja den inneren Bereich zum Messen verwendet – und da steht ja die schwarze Damplok. So mußte ich oft eine Blende nach unten korrigieren, damit die Bilder nicht überbelichtet werden, manchmal mit mäßigem Erfolg, aber seht selbst.


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