Ein Wochenende in Paris

Montag, 19. Juli 2010 23:50

Wie löst man am besten 3.000 bahn.bonus-Punkte ein? Richtig: man fährt für ein Wochenende mit dem TGV nach Paris.

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ClearType vs. FreeType

Mittwoch, 14. Juli 2010 13:40

Wenn ich mit Kollegen darüber diskutiere, was die beste Methode zur Schriftdarstellung auf dem Monitor ist, gibt es immer konträre Positionen. Die einen wollen am liebsten gar keine Schriftglättung, sondern „scharfe Darstellung“, vor allem wenn es um Entwicklungsumgebungen mit Monospaced-Schriften geht, und suchen in Windows 7 den Schalter, mit dem man die Schriftglättung ausschalten kann. Die anderen finden die Schriftglättung auf dem Mac unerreicht und lästern über das in Windows eingebaute ClearType.

Ich hatte mich auch lange Zeit gegen ClearType gewehrt, habe es dann zu XP-Zeiten irgendwann aktiviert und kam nach einer Eingewöhnungphase gut damit zurecht. So richtig Spaß machte es aber erst, als Microsoft die speziell für ClearType frisierten Schriften (Segoe UI, die „C“-Familie mit Calibri, Consolas usw.) veröffentlichte. Ich richtete die Segoe als Systemschrift unter Windows ein und benutzte Consolas für Eclipse, gVim und die Konsole.

Dann stieß ich auf diesen Artikel, der beschreibt, wie man die FreeType-Bibliothek unter Windows benutzen kann. Man muß dazu ein kleines Programm installieren, das die Schriftglättung in Windows auf FreeType umstellt und einem gleichzeitig viele Konfigurationsoptionen anbietet, wie zum Beispiel Kontrast, Subpixel/Graustufen-Umschaltung und vieles mehr. Die Vorteile von Freetype sind:

  • Alle Schriften werden ordentlich dargestellt, nicht nur die speziell für ClearType optimierten.
  • Das Hinting ist nicht so agressiv, daher wird der Rhythmus der Schriften nicht so stark gestört wie bei ClearType.
  • Es funktioniert auch auf Röhrenmonitoren.
  • Es bietet mehr Konfigurationsmöglichkeiten.

Natürlich muß man sich auch an FreeType erst eine Weile gewöhnen; am Anfang sieht alles matschig und viel zu fett aus. Das gleiche denken ja Windows-Benutzer oft über die Schriftdarstellung am Mac, die ähnlich wie FreeType wirkt.

Die Nachteile des Windows-Tools sind:

  • Mit einigen Anwendungen wie z.B. Google Earth oder PowerPoint 2007 verträgt es sich nicht; man kann aber in der Konfigurationsdatei Programme festlegen, bei denen dann FreeType nicht angewandt wird.
  • Es wirkt nur bei Anwendungen, die GDI+ verwenden; wenn sich irgendwann DirectWrite durchsetzt, wird das Programm nicht mehr funktionieren.
  • Gelegentlich stürzt es ab, was aber nicht schlimm ist, da dann wieder auf ClearType zurückgeschaltet wird.
  • Anwendungen mit eigener Schriftglättung (z.B. Adobe Acrobat) werden nicht beeinflußt.

Hier einige Beispiele. Links ist jeweils ClearType, rechts FreeType zu sehen.

Helvetica Neue

Vor allem hier sieht man, daß ClearType bei nicht-optimierten Schriften deutlich schlechter lesbar ist als Freetype. Die Darstellung rechts entspricht mehr dem Buchdruck und ist wesentlich angenehmer zu lesen.

Calibri

Bei der für ClearType optimierten Calibri sieht es schon besser aus. Sie ist, hier in einer kleineren Schriftgröße dargestellt, sehr gut zu lesen. Bei Freetype allerdings auch.

Consolas

Consolas ist unter Windows eigentlich so ziemlich unschlagbar die beste Monospaced-Schrift. Ich konnte noch nie verstehen, warum Leute lieber mit Courier New arbeiten, zumal man dort „1″ und „l“ bzw. „0″ und „O“ viel schlechter unterscheiden kann. Sie ist unter ClearType bei 9px Größe sehr gut lesbar. Unter FreeType leidet der fette Schriftschnitt etwas, ist jedoch immer noch sehr gut lesbar.

Segoe UI

Hier leidet unter FreeType wiederum die Fettschrift; außerdem ist das Hinting nicht so gut, weshalb bei kleinen Schriftgrößen ClearType viel besser aussieht. Kein Wunder, denn die Windows7-Systemschrift ist natürlich dafür optimiert.

Lucida Grande

Wer auf seinem Windows-Rechner auch ein bißchen Mac-Feeling aufkommen lassen möchte, kann die Systemschrift auf Lucida Grande umstellen, sofern er die Schrift zur Hand hat. Allerdings ändern sich dadurch nicht alle Dialoge, da der Explorer nicht 100%ig sauber programmiert ist und an manchen Stellen anscheinend immer noch die Segoe hardcoded stehen hat.

Fazit

Ich benutze FreeType sehr gerne, da Texte im Browser viel angenehmer zu lesen sind. Viele Seiten verwenden mittlerweile Helvetica oder Lucida, die unter ClearType nicht gut gerendert werden; Helvetica habe ich als Standard-Sans-Serif-Schrift im Firefox eingestellt, da ich Arial nicht mag. Bleibt nur zu hoffen, daß Firefox nicht zu bald auf DirectWrite umschwenkt.

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E-Mail an Adressen aus Tabellen

Montag, 12. Juli 2010 11:26

Heute hatte ich mal wieder den Fall, daß ich eine E-Mail an eine große Anzahl von Empfängern schicken mußte. Die Adressen waren allerdings nur auf einer Homepage in Form einer Tabelle abgelegt. Normalerweise hat man dann ein paar Minuten mit Kopieren und Einfügen der einzelnen Adressen zu tun; bei über 200 Adressen geht das schnell auf die Nerven.

Ich habe entdeckt, wie es schneller geht: Im Firefox kann man einzelne Zellen aus Tabellen markieren, indem man die Strg-Taste gedrückt hält. Dies funktioniert mit Strg-Umschalt auch gut für Bereiche wie Zeilen und Spalten. Wenn man diese Markierung dann mit Strg-C kopiert, kann man den Inhalt als Liste in einen Text-Editor einfügen. Dann muß man die Adressen so bearbeiten, daß sie durch Kommata getrennt sind – mit z.B. vim eine Sache von Sekunden. [Update:] Die Zellen kann man dann mit Strg-C kopieren und bei Thunderbird in das „To:“ (oder „BCC:“)-Feld einfügen, wo sie mit Kommata getrennt erscheinen:

Thunderbird erkennt diese Liste von Adressen. Wenn man die Mail als Entwurf speichert und nochmals öffnet, sind die Adressen auf die einzelnen Felder verteilt.Danke an Daniel Minder für den Hinweis, daß es auch ohne den Umweg über einen Texteditor geht!

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Schutzräume in Mosbach: Nr. 2

Montag, 28. Juni 2010 19:53

Ganz zufällig lief ich am Samstag an der Hauptpost in Mosbach vorbei und dachte mir: Wenn eigentlich ein Gebäude in Mosbach noch einen Schutzraum haben könnte, dann doch die Post. Und siehe da: Bingo.

Nun sind es mit dem Schutzraum am Neckarelzer Bahnhof schon zwei Stück, die ich in Mosbach entdeckt habe. Öffentlich ist davon freilich keiner, und auch der Post-Schutzraum dürfte nicht so einfach zu besichtigen sein. Deswegen hier nur die Bilder von außen.

Ich schätze aber, daß dieser Schutzraum auch der letzte sein wird, den es in Mosbach zu entdecken gibt, denn mit Post und Bahn sind eigentlich die üblichen Verdächtigen schon abgedeckt. Das Problem bei der Nachforschung nach Schutzräumen ist übrigens, daß viele „Informationen“, die man von den Leuten so erhält, aus dem Reich der Legenden stammen. Zum Beispiel bin ich mir sehr sicher, daß unter meiner alten Schule, dem Nicolaus-Kistner-Gymnasium, kein Schutzraum existiert. Die Kellerräume dort habe ich als Schüler schon alle erkundet, und schwere Drucktüren sind mir dabei nicht aufgefallen. Dennoch hört man immer wieder von einem Schutzraum unter der Schule, wahrscheinlich deshalb, weil die Kelleranlagen in der Tat riesig sind und zur Lagerung von allem möglichen benutzt werden. Eine weitere Legende dürfte sein, daß ein gewisser betuchter Mosbacher Bürger unter seinem Privathaus in der Waldstadt einen Hausschutzraum eingerichtet hat. Wer noch mehr Verschwörungstheorien hat, kann sie mir gerne zukommen lassen…

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Warum web.de?

Donnerstag, 24. Juni 2010 17:10

Es mag ja sein, das ich hier des öfteren Artikel über Dinge schreibe, die mich aufregen. Aber das muß ich einfach mal loswerden: Warum gibt es eigentlich immer noch Leute, die über eine Freemail-Adresse bei web.de kommunizieren? Bei web.de bekommt man Leistungen, die aus den 90ern zu stammen scheinen: 12MB(!) Speicherplatz und maximal 500 Nachrichten. Was will man damit anfangen? Zum Vergleich: Mein Postfach hat ca. 4000 Nachrichten in der Inbox und ca. 700MB Größe. Und das sind nur die Mails seit 2008, den Rest habe ich lokal. Und es ist ja nicht so, daß man dafür Geld bezahlen müßte. Bei GoogleMail, um nur mal ein Beispiel zu nennen, bekommt man 7,5GB Speicher (also 600mal so viel) ebenso kostenlos wie bei web.de. Und wer etwas dagegen hat, daß Google seine privaten Nachrichten mitliest, sollte bei United Internet auch nicht unbedingt damit einverstanden sein.

Von den Nachrichten, die bei mir als unzustellbar zurückkommen, ist der Grund bei gefühlten 99% jedenfalls ein überfülltes web.de-Postfach. „Jaa, ich weiß, dann lösche ich eben mal ein paar Mails“ höre ich schon die Leute sagen. Meine Antwort: Mails Löschen war vielleicht in den 90ern nötig. Man muß ja nicht jede 20MB-Mail für alle Ewigkeiten auf seinem Mail-Account rumliegen haben, aber es ist schon ganz nett, von überall Zugriff auf die Mail-Korrespondenz der letzten Jahre zu haben. Also, Leute, wechselt zu einem anderen Anbieter und setzt für die web.de-Adresse eine Weiterleitung. Und tretet bloß nicht in den kostenpflichtigen „web.de Club“ ein.

Privat habe ich übrigens noch die erste Mail, die ich 1997 empfangen habe. Es war zwar nicht so einfach, die Mailbox von Netscape Navigator 3 bis zum aktuellen Thunderbird herüberzuretten, aber im Prinzip ist es immer noch dasselbe Nutzerprofil, das man wahrscheinlich auch mal entrümpeln könnte. Dort gibt es auch noch ein web.de-Konto, das ich aber nur aus historischen Gründen besitze und höchstens dann verwende, wenn Seiten unbedingt eine E-Mail-Adresse verlangen.

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Der Bunker unter dem Saarbrücker Wackenberg

Montag, 14. Juni 2010 22:49

Bei einem Spaziergang durch St. Arnual fielen mir einige seltsame Türen und Lüftungsrohre auf, die auf eine unterirdische Anlage hindeuteten. Und tatsächlich: Nach einer Recherche im Internet fand ich diesen Artikel aus dem „Wackenberger Echo“, der die Anlage unter dem Wackenberg sehr gut beschreibt. Es sind eigentlich zwei Bunker, die voneinander unabhängig sind. In Saarbrücken gibt es natürlich noch viel mehr Schutzräume und Bunkeranlagen, aber über diese bin ich sozusagen gestolpert, ohne mich vorher kundig zu machen. Und sie war nur fünf Minuten von unserem Probeort entfernt und damit ein schönes Ziel für einen kurzen Foto-Ausflug.

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Die schönen Seiten von Saarbrücken

Montag, 14. Juni 2010 22:29

Es gibt Städte, die man sich nicht gerade als Schmuckstücke vorstellt. Für mich ist das zum Beispiel Heilbronn. Oder Ludwigshafen. Oder auch Saarbrücken. Nun tut man diesen Städten oft unrecht, wie auch ich in den letzten Jahren erfahren habe. Als ich zum Beispiel letzten Sommer Heilbronns schöne Innenstadt mit Kilianskirche und Rathaus kennengelernt habe, hat das mein Bild von der Stadt auch geändert, das vorher eher aus B27, Stau und Nachkriegsbauten bestand. Nun gut, die schönen Seiten Ludwigshafens—die es laut einiger meiner Freunde, die in Mannheim wohnen, auch geben soll—habe ich noch nicht gefunden (hier würde sich eher mal ein Beitrag über die häßlicheren Seiten, sprich Hauptbahnhof, „U-Bahn“ usw. lohnen, aber das ist ein anderes Thema). Aber Saarbrücken hat durchaus seine schönen Seiten.

Wenn ich nicht im KammerChor Saarbrücken singen würde, wäre die Stadt für mich sicher auch nur ein Ort, an dem man vorbeifährt, wenn man nach Frankreich will, und der bestenfalls für Bergbau und Industrie steht. Und tatsächlich muß man bei vielen Bausünden schon beide Augen zudrücken, um die Schönheit der Stadt noch zu erkennen. Aber mit der Hilfe von echten Saarländern findet man auch Orte, wo man die Stadtautobahn nicht mehr so sehr hört und gerne bleibt!

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Unterwegs auf der Öchslebahn

Montag, 24. Mai 2010 22:27

In den Pfingstferien findet ja immer die Arbeitsphase des Landesjugendchores in Ochsenhausen statt. Dieses Jahr bin ich allerdings nicht dabei, da in der zweiten Pfingstferienwoche eine CD-Produktion mit dem KammerChor Saarbrücken ansteht, und direkt nacheinander wäre mir das zuviel gewesen. Trotzdem wollte ich dem Chor in Ochsenhausen einen Besuch abstatten und habe die Gelegenheit genutzt, mir einen lange gehegten Wunsch zu erfüllen, nämlich mit dem Dampfzug „Öchsle“ nach Ochsenhausen zu fahren. Meine Mitsänger konnte ich früher nie dazu bewegen, so anzureisen – kostet die Fahrt doch 11€ einfach und verlängert die Reise um fast zwei Stunden. In der Tat braucht das Öchsle auch 70min für eine Strecke von 18km. Schilder mit der Aufschrift „Blumen pflücken während der Fahrt verboten“ wären also angebracht, sind aber leider nicht vorhanden. :-)

Der Fahrplan war für mich ganz passend, so daß ich zwar schon um 6:00 Uhr in Karlsruhe losfahren mußte, und dank der miesen Nahverkehrsverbindung Karlsruhe-Stuttgart auch noch über Bretten/Mühlacker, aber trotz leichter Probleme an der Lokomotive in Mühlacker doch alle Anschlüsse planmäßig erreichte und um 11:40 in Ochsenhausen war. Es reichte schließlich für einen Besuch beim Landesjugendchor vom Mittagessen bis zur Kaffepause, und auch ein Eis bei Rino war vor der Rückfahrt noch drin. Im Öchslezug gibt es auch eine nette Bewirtung mit fairen Preisen, sodaß einem die 70 Minuten Fahrt auch bei der Rückreise sehr kurzweilig vorkommen. Die 40 Minuten Puffer bis zum Anschlußzug in Warthausen waren dank des tollen Wetters auch bald vorbei, und die Heimreise mir ICE/IC wieder problemlos.

Beim Fotografieren habe ich nur gemerkt, daß es gar nicht so einfach ist, eine schwarze Dampflok im prallen Sonnenlicht zu fotografieren, da die Belichtungsmessung der Kamera ja den inneren Bereich zum Messen verwendet – und da steht ja die schwarze Damplok. So mußte ich oft eine Blende nach unten korrigieren, damit die Bilder nicht überbelichtet werden, manchmal mit mäßigem Erfolg, aber seht selbst.

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Google Font API

Donnerstag, 20. Mai 2010 17:20

Heute bei Heise gelesen: Über die Google Font API kann man einfach und browserunabhängig Schriften einbinden.  Dazu gibt es bei Google auch ein Schriften-Verzeichnis, aus dem man sich schon einige kostenlose Schriften zum Einbetten auf die eigene Seite aussuchen kann. Nach so einer Möglichkeit suche ich schon seit Jahren! Ich habe das gleich mal zum Anlaß genommen, meine Seite auf eine andere Schrift als die langweilige Verdana umzustellen, nämlich auf Droid Sans. Die sieht gar nicht so schlecht aus. Auch die beliebte Yanone Kaffeesatz gibt es, was mich besonders freut, da das Logo des NKG-Männerchors in dieser Schrift gesetzt ist – auf der Homepage macht sie sich auch ganz gut. Ach ja, und:

Bei Google gibt es auch Handschriften.

Cool, oder?

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Ettlinger Tor revisited

Montag, 10. Mai 2010 22:07

Vor ziemlich genau einem Jahr schrieb ich hier über die unnütze Rampe am Ettlinger Tor. Nun scheint der Weltgeist mein Blog mitzulesen, denn die Rampe gibt es—wie damals den von mir erst totgesagten, dann eingestellten Nachtzug—nicht mehr. Im Ramen der Kombilösung hat man hier einen sage und schreibe 800.000€ teuren Pavillon namens „K.“ hingebaut, der eine Bar, eine Ausstellung über die geplante Baustelle und natürlich einen Aussichtsturm enthält.

Meine Meinung zu „K.“ (wer jetzt an Kafka denkt, liegt leider falsch), oder, wie ihn mein Kollege Daniel nennt, dem „Flakturm Ettlinger Tor“, fällt leider nicht gut aus. Für das Geld hätte man sicher etwas Sinnvolleres machen können als eine Werbemaßnahme für ein geplantes Bauprojekt, das ohnehin kommen wird. Daß die Bürger später durch die Baustellen weniger genervt sind, wenn sie in die Baugrube vom Turm hineinschauen können oder bei einem Kaffee dem Preßlufthammer lauschen können, bezweifle ich auch. Und architektonisch ist „K.“ jetzt auch kein besonderes Schmuckstück, paßt aber mit seiner Wellblechhaut immerhin ganz gut zum Badischen Staatstheater.

Ich habe ja damals bei der Abstimmung über die Kombilösung leider nicht wählen dürfen, da ich noch nicht lange genug Karlsruher Bürger war. Im Jahr 2019, wenn der Stadtbahntunnel in Betrieb geht, bin ich möglicherweise auch nicht mehr in Karlsruhe. Solange genieße ich es noch, vom Ettlinger Tor ohne Umsteigen an den Karl-Wilhelm-Platz fahren zu können (zukünftig einmal U->Tram am Durlacher Tor) oder dienstags nach der Chorprobe vom Mühlburger Tor ohne Umsteigen in die Baumeisterstraße (zukünftig gibt es keine Haltestelle Mühlburger Tor mehr, dann vom Helmholtz-Gymnasium oder Kaiserstraße West mit einmal Umsteigen U->Tram am Kronenplatz).

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